Allgemein

Der 72jährige Patient hat einen langen Anfahrtsweg hinter sich um sich in unserer Schwindel-Sprechstunde vorzustellen. Bereits seit vielen Wochen komme es immer wieder zu einem heftigen Schwindelgefühl, wenn er den Kopf nach hinten lege um z.B. ein Buch oder ein Kleidungsstück aus einem höher gelegenen Regal- oder Schrankfach zu holen.
Man habe zuerst eine Durchblutungsstörung der hinteren, das Gehirn versorgenden Gefäße vermutet, entsprechende Untersuchungen hätten jedoch keine Gefäßeinengung gezeigt. Eine Kernspintomografie der Halswirbelsäule habe dann erhebliche Veränderungen nachweisen können, so dass die Diagnose eines cervikogenen (von der Halswirbelsäule ausgehenden) Schwindels gestellt worden sei. Eine Vielzahl inzwischen erfolgter orthopädischer Behandlungen einschließlich einer krankengymnastischen Übungsbehandlung habe jedoch zu keiner oder einer nur kurzfristig anhaltenden Besserung geführt.

Die neurologische Untersuchung mit einer Lagerung des Patienten zu beiden Seiten und in Kopfhängelage zeigt eine in Rechtsseitenlage auftretende, vorübergehend anhaltende, rhythmisch ruckartige Bewegung beider Augen zur Seite und nach oben, gleichzeitig gibt der Patient ein starkes Schwindelgefühl an.

... weiterlesen

Allgemeines

Was ist bzw. was macht ein Neurologe ?
Was erwartet Sie bei einer neurologischen Untersuchung ?

Weiterführende Untersuchungen in der Neurologie

Elektroneurografie (NLG)
Elektromyografie (EMG)
Elektroencephalografie (EEG)
Dopplersonografie
Evozierte Potenziale (VEP, AEP, SEP)
Liquorpunktion

Aktuelles Wissen

Aktuelles Wissen: Schwindel
Aktuelles Wissen: Kopfschmerz
Aktuelles Wissen: Ischias
Aktuelles Wissen: Tremor = Zittern
Aktuelles Wissen: Schlafstörung
Aktuelles Wissen: Tinnitus = Ohrgeräusch
Aktuelles Wissen: Boxen
Aktuelles Wissen: Schlaganfall
Aktuelles Wissen: Multiple Sklerose
Aktuelles Wissen: Epilepsie
Aktuelles Wissen: Gedächtnisstörung und Demenz
Aktuelles Wissen: Verhaltensstörungen bei Demenz

Der interessante Fall

Fall 1: Immer wieder auftretende, einseitige Kopfschmerzen
Fall 2: Regelmäßig nachts auftretendes Taubheitsgefühl und Schmerzen einer Hand
Fall 3: Zunehmendes Zittern beider Hände
Fall 4: Täglicher Kopfschmerz mit regelmäßiger Schmerzmittel-Einnahme
Fall 5: Wiederholtes Drehgefühl mit Schwindel beim Hinlegen oder Aufrichten
Fall 6: Erst aufgetretene Gesichtsfeldeinschränkung, dann Sprachstörung, dann Kopfschmerz
Fall 7: Einseitige Gesichtslähmung
Fall 8: Großflächige Gefühlsstörung am Oberschenkel
Fall 9: Häufige nächtliche Wadenkrämpfe
Fall 10: Brennen an den Fußsohlen
Fall 11: Abendlicher Bewegungsdrang der Beine.
Fall 12: Anhaltendes Taubheitsgefühl von Ringfinger und kleinem Finger
Fall 13: Nächtliches Schreien, Schlagen, Treten.
Fall 14: Immer wieder auftretende Rückenschmerzen
Fall 15: Nächtliche Bewusstlosigkeit
Fall 16: Schwindel bei Zurücklegen des Kopfes

 

 

Für die Rubrik "Der interessante Fall" unseres NeuroBlogs haben wir aus unserem Praxisalltag Fälle heraus gegriffen, die einerseits exemplarisch zeigen sollen, womit wir uns vor allem im Fach Neurologie befassen.
Gleichzeitig sollen Ihnen die Fälle anschaulich wissenswerte Informationen zu Gesundheitsthemen aus unseren Fachgebieten vermitteln.

Fall 1: Immer wieder auftretende, einseitige Kopfschmerzen
Fall 2: Regelmäßig nachts auftretendes Taubheitsgefühl und Schmerzen einer Hand
Fall 3: Zunehmendes Zittern beider Hände
Fall 4: Täglicher Kopfschmerz mit regelmäßiger Schmerzmittel-Einnahme
Fall 5: Wiederholtes Drehgefühl mit Schwindel beim Hinlegen oder Aufrichten
Fall 6: Erst aufgetretene Gesichtsfeldeinschränkung, dann Sprachstörung, dann Kopfschmerz
Fall 7: Einseitige Gesichtslähmung
Fall 8: Großflächige Gefühlsstörung am Oberschenkel
Fall 9: Häufige nächtliche Wadenkrämpfe
Fall 10: Brennen an den Fußsohlen
Fall 11: Abendlicher Bewegungsdrang der Beine.
Fall 12: Anhaltendes Taubheitsgefühl von Ringfinger und kleinem Finger
Fall 13: Nächtliches Schreien, Schlagen, Treten.
Fall 14: Immer wieder auftretende Rückenschmerzen
Fall 15: Nächtliche Bewusstlosigkeit
Fall 16: Schwindel bei Zurücklegen des Kopfes

Unter der Rubrik "Aktuelles Wissen" haben wir von uns verfasste Übersichtsbeiträge zusammen gefasst, die sich mit häufigeren Beschwerden oder Erkrankungen aus unserem Fachgebiet befassen.

In unserer Praxis (www.neurologie-psychiatrie-germering.de) bieten wir eine eigene Schwindel-Sprechstunde an, zusätzlich sind wir teilnehmendes Kopfschmerz-Zentrum im bundesweiten Netzwerk zur Behandlung von Kopfschmerzen der Schmerzklinik Kiel.
Diese beiden Schwerpunkte liegen uns natürlich besonders am Herzen:

Aktuelles Wissen: Schwindel
Aktuelles Wissen: Kopfschmerz

Aber auch mit den übrigen Artikeln möchten wir Ihnen Wissenswertes verständlich vermitteln:

Aktuelles Wissen: Ischias
Aktuelles Wissen: Tremor = Zittern
Aktuelles Wissen: Schlafstörung
Aktuelles Wissen: Tinnitus = Ohrgeräusch
Aktuelles Wissen: Boxen
Aktuelles Wissen: Schlaganfall
Aktuelles Wissen: Multiple Sklerose
Aktuelles Wissen: Epilepsie
Aktuelles Wissen: Gedächtnisstörung und Demenz
Aktuelles Wissen: Verhaltensstörungen bei Demenz

Hintergrund:
Gehirn und Rückenmark schwimmen frei in einem Flüssigkeitsraum, der sich vom Schädelinneren bis zur Lendenwirbelsäule erstreckt.
Ähnlich den Blutveränderungen bei Krankheiten des Körpers kommt es zu messbaren Veränderungen dieser Flüssigkeit - dem sogenannten "Liquor" - bei vielen Erkrankungen des Zentralnervensystems.
Da das Rückenmark nur bis zum 1. Lendenwirbelkörper reicht, der Liquorraum sich aber noch über die ganze Lendenwirbelsäule fortsetzt, ist im unteren Teil eine Liquorentnahme gefahrlos möglich.

... weiterlesen

Hintergrund:
Jeder kennt das sich ändernde Geräusch eines vorbeifahrenden Polizeiwagens mit eingeschaltetem Martinshorn.

Schallwellen, die von einem sich bewegenden Objekt ausgehen, ändern ihre Frequenz je nach Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit des Objekts. Dieser sogenannte "Dopplereffekt" wird genützt, um mit Ultraschallwellen die Fließgeschwindigkeit der Blutkörperchen in den Arterien zu ermitteln.

So lassen sich Gefäßverengungen - sogenannte "Stenosen" - auffinden, die Ursache von Durchblutungsstörungen im Gehirn sein können.

... weiterlesen

Hintergrund:
Äußere Reizimpulse, die über die Sehbahn, den Hörnerv oder die Gefühlsnerven das Gehirn erreichen, führen dort zu einer Veränderung der ständigen elektrischen Gehirnaktivität (siehe Abschnitt EEG).
Diese minimalen Veränderungen lassen sich erfassen, wenn die messbare Gehirnaktivität nach wiederholt gleichartigem Reiz elektronisch aufsummiert wird und die durch den Reiz ausgelösten Impulse ("evozieren" = auslösen) sich so vergrößert darstellen.
Höhe (Amplitude) und zeitliche Verzögerung (Latenz) des Auftretens dieser "Potenziale" werden gemessen und geben Hinweise auf Schädigungen der Seh-, Hör- oder Gefühlsnerven und der jeweiligen Bahnen im Zentralnervensystem.

... weiterlesen

2 Kommentare

Hintergrund:
Entlang der Nervenbahnen werden die Impulse vermittelt, die z.B. einen Muskel zur Aktivität veranlassen (motorische Nervenfasern) oder dem Gehirn Wahrnehmungen am Körper melden (sensible Nervenfasern). Motorische und sensible Nervenfasern verlaufen häufig gemeinsam gebündelt in den einzelnen Nerven.

Durch elektrische Reizung der Nerven an geeigneter Stelle und Ableitung der hierdurch künstlich erzeugten Impulse an anderer Stelle lässt sich die Geschwindigkeit der Nervenleitung berechnen. Die Höhe des abgeleiteten Impulses gibt außerdem einen Hinweis auf die Anzahl der beteiligten und funktionsfähigen Nervenfasern.

... weiterlesen

Hintergrund:
Bei einer beabsichtigten Bewegung eines Körperteils werden elektrische Impulse entlang der Nervenbahnen bis an die einzelnen Muskelzellen weitergegeben. Bei der Aktivierung der Muskelzellen werden ebenfalls elektrische Entladungen der Muskel-Zellwand ausgelöst, die sich in deren unmittelbarer Umgebung messen lassen. Um diese Entladungen messen zu können, wird eine dünne Ableitnadel in den Muskel eingestochen, an deren Spitze eine punktförmige Ableitelektrode gegen die Stahlhülle isoliert eingelassen ist.

... weiterlesen