Der interessante Fall 1: Immer wieder auftretende, heftige, einseitige Kopfschmerzen

Die 25jährige Kindergärtnerin erzählt, sie leide schon seit Jahren unter immer wieder auftretenden Kopfschmerzen. Diese würden ein- bis zweimal im Monat oft schon morgens beim Erwachen bestehen oder im Lauf des Tages einsetzen. Die dann rasch zunehmenden Schmerzen seien oft auf einer Kopfseite verstärkt. Wenn sie sich bücke oder anstrenge, komme es zu einem unerträglichen Pochen. Manchmal bestehe eine leichte Übelkeit, sie habe aber nie erbrochen. Schmerzmittel würden nur helfen, wenn sie diese schon bei Beginn der Kopfschmerzen einnehme.

Diagnose: Migräne

Die seit Jahren mit zum Teil wochenlangem Abstand wiederkehrenden, oft einseitigen Kopfschmerzen mit Zunahme bei Anstrengung, pulsierendem Charakter und begleitender Übelkeit sind typisch für eine Migräne.Solange die Patientin nicht mehr als 3 oder 4 Tabletten eines Schmerzmittels im Monat einnimmt, ist ihre Selbstbehandlung korrekt. Bei häufigerer Einnahme kann es zur Gewöhnung an die Schmerzmittel mit Zunahme der Kopfschmerzhäufigkeit und auf Dauer auch zu schweren Nebenwirkungen wie einer Nierenschädigung kommen.
Regelmäßiger Ausdauersport (z.B. 30min. Joggen 2-3x / Woche) wirkt oft gut zur Vorbeugung von Migräneattacken. Es gibt aber auch Medikamente, die regelmäßig eingenommen auch auf Dauer gut verträglich sind und die Häufigkeit der Migräne verringern können.
Ihr Neurologe ist der für Kopfschmerzen zuständige Facharzt und kann Sie hierzu beraten.

 

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