{"id":358,"date":"2015-01-25T15:46:43","date_gmt":"2015-01-25T15:46:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nerven-praxis.de\/patblog\/?p=358"},"modified":"2015-01-25T15:46:43","modified_gmt":"2015-01-25T15:46:43","slug":"evozierte-potenziale-eps","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nerven-praxis.de\/patblog\/2015\/01\/25\/evozierte-potenziale-eps\/","title":{"rendered":"Evozierte Potenziale (EPs)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hintergrund:<\/strong><br \/>\n\u00c4u\u00dfere Reizimpulse, die \u00fcber die Sehbahn, den H\u00f6rnerv oder die Gef\u00fchlsnerven das Gehirn erreichen, f\u00fchren dort zu einer Ver\u00e4nderung der st\u00e4ndigen elektrischen Gehirnaktivit\u00e4t (siehe Abschnitt EEG).<br \/>\nDiese minimalen Ver\u00e4nderungen lassen sich erfassen, wenn die messbare Gehirnaktivit\u00e4t nach wiederholt gleichartigem Reiz elektronisch aufsummiert wird und die durch den Reiz ausgel\u00f6sten Impulse (\"evozieren\" = ausl\u00f6sen) sich so vergr\u00f6\u00dfert darstellen.<br \/>\nH\u00f6he (Amplitude) und zeitliche Verz\u00f6gerung (Latenz) des Auftretens dieser \"Potenziale\" werden gemessen und geben Hinweise auf Sch\u00e4digungen der Seh-, H\u00f6r- oder Gef\u00fchlsnerven und der jeweiligen Bahnen im Zentralnervensystem.<\/p>\n<p><!--more--><strong>Durchf\u00fchrung:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Visuell evozierte Potenziale (VEP):<\/strong><br \/>\nDer Patient blickt m\u00f6glichst starr auf einen Bildschirm, der ein schwarz-wei\u00dfes Schachbrettmuster zeigt, das 1x pro Sekunde das Muster wechselt. Elektroden werden \u00fcber der Sehrinde des Gehirns am Hinterkopf beidseits befestigt und leiten die hier messbare Gehirnaktivit\u00e4t an den Auswert-Computer weiter. Die Ableitung erfolgt \u00fcber etwa 5-10 Minuten.<\/p>\n<p><strong>Akustisch evozierte Potenziale (AEP):<\/strong><br \/>\nDer Patient tr\u00e4gt einen Kopfh\u00f6rer, \u00fcber den die beiden H\u00f6rnerven nacheinander stimuliert werden. Hierzu werden auf der untersuchten Seite rasch aufeinanderfolgende Klicklaute erzeugt, der Patient h\u00f6rt ein lautes Knattern. Um St\u00f6reinfl\u00fcsse der anderen Seite auszuschlie\u00dfen wird dieses Ohr gleichzeitig durch ein Rauschger\u00e4usch vert\u00e4ubt. Die Ableitung erfolgt mittels Elektroden, die hinter dem Ohr am Kopf befestigt werden und dauert ca. 10 Minuten.<\/p>\n<p><strong>Somatosensorisch evozierte Potenziale (SEP):<\/strong><br \/>\nJe nach zu untersuchender Nervenbahn k\u00f6nnen elektrische Reize entweder an der Hand oder am Fu\u00df gesetzt werden. Hierzu werden Reizelektroden entweder am Handgelenk oder hinter dem Fu\u00df-Innenkn\u00f6chel aufgesetzt und rasch aufeinanderfolgende leichte Stromst\u00f6\u00dfe erzeugt. \u00dcber den Gef\u00fchlsarealen des Gehirns werden die hier eintreffenden Impulse an der Kopfseite beidseits abgeleitet und vermessen. Die Untersuchung dauert ca. 10 Minuten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hintergrund: \u00c4u\u00dfere Reizimpulse, die \u00fcber die Sehbahn, den H\u00f6rnerv oder die Gef\u00fchlsnerven das Gehirn erreichen, f\u00fchren dort zu einer Ver\u00e4nderung der st\u00e4ndigen elektrischen Gehirnaktivit\u00e4t (siehe Abschnitt EEG). 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