{"id":228,"date":"2013-09-10T15:09:55","date_gmt":"2013-09-10T15:09:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nerven-praxis.de\/patblog\/?p=228"},"modified":"2014-12-22T09:29:17","modified_gmt":"2014-12-22T09:29:17","slug":"der-interessante-fall-9-haeufige-naechtliche-wadenkraempfe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nerven-praxis.de\/patblog\/2013\/09\/10\/der-interessante-fall-9-haeufige-naechtliche-wadenkraempfe\/","title":{"rendered":"Der interessante Fall 9: H\u00e4ufige n\u00e4chtliche Wadenkr\u00e4mpfe"},"content":{"rendered":"<p>Die 55 j\u00e4hrige Verk\u00e4uferin erz\u00e4hlt von Wadenkr\u00e4mpfen, die seit etwa 2 Jahren vor allem nachts auftreten w\u00fcrden. Durch die Einnahme von Magnesium, das sie selbst im Drogeriemarkt kaufe, h\u00e4tten sich die Kr\u00e4mpfe deutlich bessern lassen. Im letzten Vierteljahr habe die H\u00e4ufigkeit jedoch wieder zugenommen, so dass sie inzwischen\u00a0 mehrmals in der Woche nachts mit einem schmerzhaften Wadenkrampf erwache. Beide Beine seien abwechselnd betroffen. Tags\u00fcber sei sie auch bei Belastung beschwerdefrei. Auf Befragen gibt sie an, nahezu jeden Abend mit ihrem Mann zusammen 1 Flasche Rotwein zu trinken.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p><strong>DIagnose: Idiopathische n\u00e4chtliche Wadenkr\u00e4mpfe<\/strong><\/p>\n<p>N\u00e4chtliche Wadenkr\u00e4mpfe sind ein h\u00e4ufiges Leiden. Sie nehmen mit dem Alter an H\u00e4ufigkeit zu. Medizinische Ursachen, z.B. Elektrolytst\u00f6rungen, Medikamenten-Nebenwirkungen, ein Diabetes, Schilddr\u00fcsen-Funktionsst\u00f6rungen u.a. m\u00fcssen vom Hausarzt ausgeschlossen werden. Auch Erkrankungen bzw. St\u00f6rungen der Muskeln und der peripheren (au\u00dferhalb von Gehirn und R\u00fcckenmark befindlichen) Nerven k\u00f6nnen die Ursache sein, so dass bei zunehmend h\u00e4ufiger auftretenden Kr\u00e4mpfen auch eine neurologische Untersuchung erfolgen sollte. Regelm\u00e4\u00dfiger Alkoholkonsum kann die Neigung zu Muskelkr\u00e4mpfen deutlich erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Unsere Patientin zeigte bei den Untersuchungen keine Auff\u00e4lligkeiten, so dass von \"idiopathischen\" (= ohne erkennbare Ursache) Muskelkr\u00e4mpfen - der h\u00e4ufigsten Form - ausgegangen werden konnte.<br \/>\nFolgende Ma\u00dfnahmen wurden ihr geraten, um die n\u00e4chtlichen Muskelkr\u00e4mpfe zun\u00e4chst auch ohne Medikamenten-Einnahme zu bessern:<\/p>\n<p>1. Auf abendlichen Alkohol verzichten, insgesamt Alkoholkonsum deutlich reduzieren.<br \/>\n2. Bewegung tags\u00fcber, z.B. abendlicher Spaziergang oder Fahrradfahren.<br \/>\n3. Dehn\u00fcbungen der Wadenmuskulatur mehrfach t\u00e4glich und v.a. abends vor dem Zubett-Gehen.<br \/>\n4. vor dem Zubett-Gehen kalt-warme Wechselduschen der Beinmuskulatur.<br \/>\n5. nachts Tragen von d\u00fcnnen, nicht einengenden Kniesstr\u00fcmpfen. Diese verhindern die Ausk\u00fchlung der Muskulatur, welche die Krampfneigung f\u00f6rdern kann.<br \/>\n6. leichtes Anheben des Bett-Fu\u00dfendes, z.B. durch Einlegen einer gefalteten Decke unter die Matratze. Hierdurch wird der ven\u00f6se Abfluss nachts verbessert, was ebenfalls die Krampfneigung vermindert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die 55 j\u00e4hrige Verk\u00e4uferin erz\u00e4hlt von Wadenkr\u00e4mpfen, die seit etwa 2 Jahren vor allem nachts auftreten w\u00fcrden. Durch die Einnahme von Magnesium, das sie selbst im Drogeriemarkt kaufe, h\u00e4tten sich die Kr\u00e4mpfe deutlich bessern lassen. 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